Angsttherapie: Ängste mit Hypnose bewältigen

Ängste gehören zu unserem menschlichen Dasein. Sie signalisieren Gefahr und warnen uns als Schutz vor Bedrohungen. Oft tritt Angst jedoch in Situationen auf, die in der Realität keine Gefahr darstellen. Jeder Mensch erlebt aufgrund persönlicher Prägungen und der individuellen Lebensgeschichte seine Form von Angst. Treten Ängste im Alltag vermehrt auf, ist dies ein Zeichen dafür, dass eine persönliche Grenze überschritten ist und dass wir uns in einer Situation befinden, der wir uns noch nicht gewachsen fühlen.

Angst ist immer mit der Aufforderung verbunden, sie zu überwinden. Wenn wir uns die Ursprünge unserer persönlichen Ängste anschauen und sie verarbeiten, die Angst uns also in Aktion treten lässt, dann bedeutet das einen Entwicklungs- und Reifeschritt für uns. Wenn wir sie verdrängen und vermeiden und uns nicht mit unseren Ängsten auseinandersetzen, dann wird unsere individuelle Weiterentwicklung gehemmt und wir können in die Stagnation geraten. In diesem Fall lähmt uns die Angst. Dies kann zu beruflichen und privaten Problemen führen.

Anzeichen und Symptome bei Ängsten

Körperliche Symptome der Angst

  • Engegefühl in der Brust bis hin zu Brustschmerzen
  • Herzklopfen bis hin zu Herzrasen
  • Knoten im Hals bis hin zu Erstickungsgefühlen
  • Mundtrockenheit
  • Schluckbeschwerden
  • Zittern
  • Schwindel
  • Schwächegefühle
  • Vermehrter Harndrang
  • Schwitzen
  • Erröten
  • Kopfschmerzen
  • Magenschmerzen

Psychische Symptome der Angst

  • Gefühle von Unsicherheit und Unfähigkeit
  • Gefühl von Bedrohung und Gefahr
  • Erhöhte Alarmbereitschaft
  • Vertrauen in eigene Kräfte ist vermindert oder fehlt
  • Viele Situationen werden als negativ im Sinne von gefährlich eingestuft Die Aufmerksamkeit ist vermehrt auf Situationen und Menschen gerichtet, die bedrohlich sein könnten
  • Erlebnisse werden so interpretiert, dass sie in individuelle Theorien von Ängsten passen. Diese Erlebnisse werden erinnert, andere gegenteilige Erlebnisse treten in den Hintergrund und werden schnell vergessen
  • Gefühl, die Kontrolle über sich zu verlieren oder wahnsinnig zu werden
  • Gedanken an Kontrollverlust
  • Vermeidung angstauslösender Situationen

Angstsymptome treten häufig in Verbindung mit anderen seelischen Leiden auf, zum Beispiel mit Depressionen, Burnout oder Selbstwertproblemen.

Die menschliche Psyche hat Techniken und Strategien der Angst auszuweichen, wenn wir sie nicht angemessen bewältigen können. Wir beginnen dann, sie zu verdrängen, zu betäuben, zu überspielen oder zu leugnen. Trotzdem bleibt die Angst existent und verlagert sich von unserem Inneren auf äußere Gegebenheiten, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Phobien

Bei der Phobie bestehen innerliche Auslöser von Angst, die auf etwas im Außen verlagert werden. Das können Situationen sein (z.B. bei der Flugangst), aber auch bestimmte Menschen oder zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen.

Die Angst vor Ablehnung und Bloßstellung – Soziale Phobie

Es besteht Angst davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen oder überhaupt Aufmerksamkeit zu erregen und sich lächerlich zu machen. Auf körperlicher Ebene zeigt sich die soziale Phobie beispielsweise durch Schwitzen oder Erröten wie auch Zittern oder Magenprobleme. Dies ist für die Betroffenen mit großer Scham verbunden und sie fürchten, dass andere ihnen ihre Angst ansehen könnten. Hinter der sogenannten sozialen Phobie steht die Furcht davor, abgelehnt, erniedrigt oder kritisiert zu werden.

Die soziale Phobie ist verbunden mit einem beeinträchtigten Selbstwertgefühl und kann einhergehen mit unbewussten Abwehrstrategien, wie zum Beispiel „Sich anpassen und nach Harmonie streben“ als auch „Angriff und Attacke“ oder dem „Streben nach Macht“.

Eng verbunden mit der sozialen Phobie sind auch die Redeangst und die Prüfungsangst. Prüfungssituationen sind mit Versagensängsten und Furcht vor einem Blackout verbunden. Bei der Redeangst fällt es Betroffenen schwer, Vorträge oder Referate zu halten oder grundsätzlich vor anderen zu sprechen.

Die Angst vor Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, Reisen – Agoraphobie

Insbesondere besteht die Befürchtung, in öffentlichen Situationen die Kontrolle zu verlieren, zum Beispiel ohnmächtig zu werden. Dies macht beispielsweise das Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug sowie die Nutzung von Fahrstühlen unerträglich. Auch kann sich die Person davor ängstigen, dass etwas Peinliches passieren könnte, zum Beispiel, dass sie sich einnässt. Angstauslösende Situationen werden zunächst fluchtartig verlassen und dann gemieden. Hinter der sogenannten Agoraphobie steht die Angst, hilflos zu sein und keine Fluchtmöglichkeit zu haben.

Verlustangst – Die Angst vor Ungeborgenheit und Isolation

Menschen mit Verlustängsten spüren oft unbewusst ein zum Teil unstillbares Verlangen nach Zuwendung, Verständnis oder Gemeinschaft. Sie neigen in Beziehungen zu Eifersucht, wenn sie sich davon bedroht sehen, die Zuwendung des anderen zu verlieren. In zwischenmenschlichen Beziehungen stellen sie eigene Bedürfnisse oft zurück und richten sich eher nach den Wünschen des Partners/der Partnerin, aus unbewusster Angst vor einem Abbruch der Beziehung.

Die Verlustangst zeigt sich aber nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch Situationen, die unbekannt sind, sowie neue Lebens- und Umbruchsphasen können für diese Menschen eine Bedrohung darstellen. Sie können sich dann beispielsweise hilflos, überfordert und auf sich allein gestellt fühlen.

Menschen mit Verlustangst leisten in der Regel unbewusst immer wieder selbst einen Beitrag dazu, verlassen zu werden, weil sie ihr Gegenüber mit zu hohen Forderungen oder Manipulationen unter Druck setzen, denen sich der andere zu entziehen versucht, sie irgendwann nicht mehr erträgt und die Beziehung schlussendlich beendet. Emotionale Manipulationen sind insbesondere klammern, dem anderen Schuldgefühle machen und an die Dankbarkeit appellieren.

Die meisten von Verlustangst Betroffenen haben in ihrer Kindheit eine Reihe ungünstiger Voraussetzungen in Kombination mit einer speziellen Wunde des Verlustes erfahren. Mehr dazu siehe Entstehung und Ursachen von Ängsten. Wenn es im späteren Leben um Verlust in Form von Ablösung, Trennung oder innerer Abnabelung geht, reißen diese alten seelischen Verletzungen wieder auf und führen zu einem destruktiven Umgang mit der Situation. Auffällig ist, dass oft nicht der Verlust an sich starke Emotionen auslöst, sondern der Gedanke daran, also die Angst davor, sowie das Unvermögen, damit umzugehen. Diese Angst und ihre Ursachen lassen sich in der Therapie in aller Regel gut behandeln.

Buchempfehlung: Ulrike Sammer: „Verlustangst und wie wir sie überwinden“.

Bindungsangst – Die Angst vor Autonomieverlust und vor der Hingabe

Eine Beziehung und Nähe kann bei Bindungsängsten durchaus zugelassen werden, auch in Form einer festen Beziehung oder Ehe. Jeder Mensch wünscht sich Nähe und Bindung. Zwischenmenschliche Beziehungen bleiben im Falle der Bindungsangst jedoch stets ambivalent. In vielen Fällen haben Menschen, die an Bindungsängsten leiden, die Befürchtung, dass sie durch Nähe und Beziehungen ihre Selbstständigkeit einschränken oder sogar aufgeben müssten. Diese Menschen fühlen sich in Liebesbeziehungen schnell eingeengt oder anfängliche Gefühle von Interesse und Zuneigung reduzieren sich rascher wieder und der Partner/die Partnerin ist (phasenweise) „abgemeldet“.

Die Angst vor emotionaler Nähe ist in der Regel mit einem mangelnden Vertrauen und mit Kindheitserlebnissen verbunden, in denen sich das Kind verlassen fühlte (insbesondere in den ersten zwei Lebensjahren) sowie mit der Erfahrung, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist. Das Kind musste sich beispielsweise auf eine entsprechende Art und Weise verhalten oder sollte bestimmte Leistungen erbringen. Unbewusst werden Beziehungen, die natürlicherweise mit Erwartungen beim anderen einhergehen, mit Bedrohungen für das Selbst in Verbindung gebracht. Die Person hat auch bei angemessenen an sie gestellten Forderungen das Gefühl, ihr „wahres Ich“ aufgeben oder verteidigen zu müssen.
Oft entstehen daraus narzisstische Verhaltensweisen. Die Menschen handeln dann beispielsweise vermehrt egozentrisch, übermäßig selbstbezogen und treten überheblich, also in selbsterhöhender Weise, auf.

Die Ängste werden in vielen Fällen geleugnet und verdrängt und die Betroffenen spüren nur ein diffuses Gefühl von Einengung in zwischenmenschlichen Kontakten, womit sie mit übermäßiger Wahrung von Autonomie, Rückzug und erhöhter Selbstbezogenheit reagieren (siehe auch Abwehrprogramm: Angriff und Attacke oder Streben nach Macht. Menschen mit Bindungsängsten stellen sich selten einer Therapie. Es sind dann eher diffuse Ängste oder andere seelische Leiden, die zu einer Therapieaufnahme bewegen. Auslöser der Problematik bleibt jedoch im Kern die Angst vor der Selbstaufgabe und damit die Angst um die eigene Existenz.

Buchempfehlung: Stefanie Stahl: „Jein! – Bindungsängste erkennen und bewältigen“.

Häufig gibt es in Liebesbeziehungen – aber auch in Freundschaften und Eltern-Kind- Beziehungen – Konstellationen, in denen der eine die unbewusste Angst vor Verlust in sich trägt, während der andere seine Autonomie in übermäßiger Form wahren möchte. Hier sind Beziehungsprobleme vorprogrammiert und es kommt nicht selten zu einem Teufelskreis aus Wut und Kränkungen, der in klassischen Beziehungsdramen enden kann.

Die hier genannten Phobien finden sich in der Praxis sehr häufig. Neben diesen phobischen Ängsten gibt es noch einige weitere, die hier nicht genannt werden.

Panikattacken

Panikattacken entstehen wie aus dem Nichts heraus, scheinen keinen konkreten Auslöser zu haben und dauern wenige Minuten. Sie können auch in Situationen auftreten, in denen die Person zur Ruhe kommt, beispielsweise mitten in der Nacht oder beim Autofahren. Eine Panikattacke äußert sich vor allem auf der körperlichen Ebene, z.B. durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Mundtrockenheit, Atembeschwerden oder Übelkeit.
Sie kann einhergehen mit Gefühlen von Schwindel, Angst vor Kontrollverlust, dem Gefühl der Unwirklichkeit (Derealisationserleben) und dem Gefühl der Entfremdung vom eigenen Körper (Depersonalisationserleben) sowie mit panischen Gedanken, gleich ohnmächtig zu werden, einen Herzinfarkt zu erleiden und zu sterben.

Panikattacken sind nicht spezifisch auf eine Situation gerichtet und können als Begleitphänomen z.B. bei Phobien sowie bei Depressionen und Burnout auftreten. Sie sind für Betroffene extrem belastend und ein Zeichen dafür, dass Ängste bereits über einen längeren Zeitraum verdrängt wurden und dementsprechend nicht angemessen verarbeitet werden konnten. Wichtig ist hier zu wissen, dass der Körper bei einer Panikattacke zwar mit heftigen Symptomen reagiert, aber real keine vitale Bedrohung besteht. Das heißt, es besteht während der Angstattacke nicht die Gefahr, ohnmächtig zu werden, einen Herzinfarkt zu bekommen oder zu sterben.

Der Angstkreis

Typisch bei Ängsten ist das Vermeiden der angstauslösenden Situationen. Die Vermeidung wird häufig als Lösung angesehen, tatsächlich verstärken sich die Ängste aber und können chronisch werden. Darüber hinaus schränkt sich der Mensch in seinem Lebensalltag oft immer weiter ein oder zieht sich zurück.

Beispiel Martin:
Martin fühlt sich extrem unbehaglich, wenn er vor anderen Menschen spricht. Er denkt sich dabei, er dürfe jetzt nichts Dummes oder Falsches sagen und hat Angst davor, sich zu blamieren. Allein schon der Gedanke an das Sprechen vor anderen bringt ihn ins Schwitzen und lässt ihn erröten. Während er spricht, ist er vorrangig darauf fixiert, wie peinlich es ist, schon wieder rot zu werden.

Er versucht die Situationen, in denen er vor jemandem reden muss, auf ein Minimum zu reduzieren, was nicht immer möglich ist. Er fängt an, den Schweißausbrüchen und dem Rotwerden immer mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Auch seine Umgebung beobachtet er genauer und glaubt, in vielen Blicken anderer Menschen zu sehen, dass sie ihn für peinlich halten. Jegliche soziale Situationen, wie ein gemeinsames Essen mit Kollegen, das Treffen mit Freunden oder auch neue Kontakte mit Menschen, werden für Martin immer anstrengender und unangenehmer, weil sie mit der Erwartung von einer Blamage verbunden sind. Es beginnt ein Teufelskreis von Vermeidung sozialer Situationen, der Fokussierung auf seine körperlichen Reaktionen und der Beobachtung seiner Umgebung. Dies nimmt ihm jegliche Freude und Unbeschwertheit an zwischenmenschlichen Kontakten und er isoliert sich immer mehr von seinen Mitmenschen.

Entstehung und Ursachen von Ängsten

Ängste können bereits in frühen Phasen der Kindheit entstehen, aber auch in der Kindheit und Jugend allgemein. Oft geht es ursprünglich um innere gegensätzliche Bestrebungen von Autonomie und Abhängigkeit. Der Wunsch nach Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit und Unabhängigkeit ist in einem Kind genauso stark vorhanden, wie die Angst davor, von seinen Bezugspersonen getrennt zu sein, weil dies für das Kind eine erhöhte Gefahr bedeutet.

Werden Kinder und Jugendliche in ihrem Bedürfnis, sich auszuprobieren, bereits früh eingeschränkt oder beschämt oder sind sie zu früh und zu häufig auf sich allein gestellt, verlassen, überfordernden, gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt, dann kann dies unbewusste Ängste verankern, die sich im späteren Leben in Situationen zeigen, die vordergründig nichts mit den angstauslösenden Ursachen zu tun haben.

Angstauslösende Verhaltensweisen von Bezugspersonen

  • Ängstlichkeit in der Familie: Es herrschte Pessimismus oder „Weltuntergangsstimmung“. Alltägliche Gegebenheiten wurden dramatisiert. Dem Kind wurde nicht vorgelebt, wie sich Aufregung oder Angst, allgemein Gefühle, die zum Leben dazugehören. regulieren lassen.
  • Zu viel Enge, übermäßige Nähe: Das Kind hatte stets Rückmeldungen zu geben, wo es war und was es tat, beispielsweise durch mehrere Telefonanrufe pro Tag. Es gab zu wenig Raum für die eigene Entwicklung.
  • Trennungserlebnisse von Bezugspersonen, die Sicherheit gaben und Führung übernahmen (Liebesentzug, Alleinlassen, Weggeben des Kindes, Scheidung, Krankenhausaufenthalte, Beziehungsabbruch, Abwesenheit oder Tod einer oder mehrerer Bezugspersonen)
  • Bedürftige, überforderte, hilflose, psychisch erkrankte Bezugspersonen: Es herrschte ein Mangel an kreativen und verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für Alltagsprobleme und herausfordernde Lebenssituationen. Oder das Kind musste eigene Bedürfnisse zurückstellen und sah sich mit Situationen konfrontiert, mit denen es überfordert war, z.B. musste es selbst Elternrollen für sich oder Geschwister übernehmen (siehe auch Parentifizierte Kinder).
  • Fehlende Sensibilität in der Familie: Bezugspersonen haben kindliche Gefühle von Verunsicherung und Bedürfnisse nach Nähe, Ruhe und Schutz nicht emphatisch wahrgenommen und sind nicht altersgerecht darauf eingegangen. Natürliche und altersgerechte Ängste des Kindes wurden ignoriert und heruntergespielt. Kindliche Probleme wurden nicht erkannt.
  • Beschämung und Bedrohung des Kindes, z.B. durch schlagen, anschreien, erniedrigen, demütigen, klein machen, ignorieren, vor anderen schlecht machen, abwerten
  • Allgemein dominantes, verletzendes Verhalten von Bezugspersonen in Form von übermäßigen Belehrungen, Forderungen, Maßregelungen, Vorwürfen, Aufweisen von Fehlern, das Kind einengen und einschränken in seiner Autonomie und seinem Wunsch nach Selbstentfaltung und Selbstwirksamkeit, Manipulation durch Schuldgefühle
  • Lebensbedrohliche Situationen (z.B. Unfälle, Übergriffe)

Übertragene Ängste

Eine andere Möglichkeit der Entstehung von Ängsten ist die Übertragung. Sind eine oder mehrere Bezugspersonen aufgrund eigener negativer Erfahrungen ängstlich, kann sich dies auf das Kind übertragen. Das Kind nimmt die Furcht bei seinen Bezugspersonen sehr genau wahr, auch wenn sie nicht verbalisiert wird. Die Lebenshaltung und Handlungen der Bezugspersonen vermitteln dem Kind, dass die Welt bedrohlich und kein sicherer Ort ist.
Darüber hinaus können sich Ängste auch von Generation zu Generation übertragen.
Wurden in einer Familie starke Traumata erlebt, dann speichern sich die damit verbundenen negativen Gefühle im Zellgedächtnis ab und können weitervererbt werden. Ganz klassisch ist dies beispielsweise bei Nachkriegsgenerationen.

Um Ängste zu formen, ist es entscheidend, wie vergangene Erlebnisse und Verhaltensweisen der Bezugspersonen vom Kind individuell wahrgenommen und interpretiert worden sind. Im weiteren Leben reicht es dann aus, dass etwas im Außen unbewusst mit früheren angstbesetzten Erfahrungen in Verbindung gebracht wird. Auch wenn etwas faktisch nicht bedrohlich ist, treten im Alltag körperliche und psychische Angstanzeichen auf. Den Betroffenen ist in den meisten Fällen bewusst, dass die Situationen, in denen die Ängste auftreten, in der Realität keine Gefahr darstellen. Trotzdem ist es ihnen nicht möglich, die Angstgefühle loszuwerden, weil sie mit dem reinen Verstand nicht zu bewältigen sind.

Angstbewältigung: Therapie und Hypnose

In den meisten Fällen haben Ängste eine gute Behandlungsaussicht. Die größte Hürde ist für viele Menschen der Schritt in die Auseinandersetzung mit der Angst, also die Angst vor der Angst. Eine Psychotherapie ist die wichtigste Möglichkeit der Angstverarbeitung und bietet zudem eine zukünftige Vorlage für eine eigene angemessene Herangehensweise zur Bewältigung von Ängsten, die jeder Mensch immer mal wieder durchlebt. Mutig ist nicht, wer keine Angst hat, sondern wer trotz der Angst handelt und ihr entgegen tritt.

Die Hypnosetherapie kann insbesondere bei Ängsten sehr positive Resultate erzielen. Anders als in der klassischen Verhaltenstherapie, konfrontieren sich die Betroffenen in Hypnose und in einem sicheren Raum mit der Angst. Kein Gefühl dauert ewig und in der Hypnose lösen sich Angstgefühle in der Regel schneller und auf eine „sanftere“ Art und Weise als in einem Wachtherapieverfahren.
In den Hypnosesitzungen gehen Sie nur so tief in die Hypnose, wie es für Sie richtig ist. Meist lässt sich bereits in einer flachen Trance gut mit Ängsten arbeiten und die meisten Klienten, die mit Ängsten in die Praxis kommen, erreichen schnell eine für sie passende Trancetiefe.

Durch die Hypnose lassen sich auch die individuellen Ursachen der Ängste ergründen und tiefgehend verarbeiten. Dadurch werden Angstgefühle in den zuvor problematischen Situationen nicht mehr ausgelöst und es fällt im weiteren Verlauf auf natürliche Weise leichter, neue Bewältigungsformen in der Begegnung mit Befürchtungen anzuwenden.

Mithilfe der Verhaltenstherapie lassen sich daraufhin durch Befürchtungen verzerrte Wahrnehmungen im Alltag schnell erkennen und beseitigen, sodass Situationen und Beziehungen insgesamt freier und unbeschwerter erlebt werden können.



Hinweis: In meiner Praxis werden leider keine Zwänge behandelt.

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