Hypnose – Arbeit auf der Gefühlsebene

Negative Gefühle können eingeklemmt sein wie ein Ast, der sich in einem Fluss verhakt hat und darin blockiert ist, sich zu lösen und mit dem Fluss abzufließen. Das passiert, wenn Gefühle ins Unterbewusstsein verdrängt und nicht angemessen verarbeitet werden konnten. Die Folge davon sind negative Gefühlsmuster und daraus resultierend hinderliche Gedanken und sabotierende Verhaltensweisen, die zu Problemen im Privat- und Berufsleben führen.

Hypnosetherapie bedeutet Zusammenarbeit mit dem Unterbewusstsein und mit dem Gefühl. Durch die Hypnose werden die Hauptursachen der eingeklemmten Emotionen aufgespürt, verstanden und gewürdigt, um sie dann dauerhaft zu lösen. Die tiefen, verborgenen, unbewussten und verdrängten Gefühle können auf angemessene Weise verarbeitet werden und erfahren Veränderung. Dadurch ist die Tür offen für Perspektivenwechsel sowie zukünftige alternative und zielführende Verhaltensweisen.

In der Hypnose stellt sich ein erweiterter Bewusstseinszustand ein. Die Fähigkeit des Menschen, sogenannte Trancezustände zu entwickeln, ist naturgegeben. Immer dann, wenn wir unsere Aufmerksamkeit sehr intensiv einer Sache widmen und alles andere ausblenden - uns beispielsweise in ein Buch vertiefen, ein Instrument spielen oder während eines Musikstücks in alten Erinnerungen schwelgen - stellt sich ein Trancezustand ein. Dieser Zustand bietet einen Zugang zum Unterbewusstsein, der mit Techniken der Hypnosetherapie schnell erreicht und vertieft und so für die Aufarbeitung belastender Gefühle, Gedanken und Erlebnisse effektiv genutzt werden kann.

In den meisten Fällen tritt in den Sitzungen ganz von selbst eine sogenannte „Altersregression“ ein. Das heißt, aufgestaute Gefühle, wie Angst, Trauer, Schuld, Scham oder Wut, werden in wohlwollender und professioneller Begleitung noch einmal so wahrgenommen und gefühlt wie zu dem Zeitpunkt, an dem sie ursprünglich entstanden sind. Dabei ist es nicht nötig, in jede einzelne Lebenssituation zu gehen, sondern es tauchen die wesentlichen Gefühle auf, die zu den Problemen geführt haben und das, was zur Klärung der Problematik zum momentanen Zeitpunkt dran ist. Das heißt auch, dass nur die Gefühle und Zusammenhänge auftauchen, für die der Klient in seinem jetzigen Entwicklungsprozess auch bereit ist.

Hypnosetherapie ist sehr nachhaltig und effizient, weil in der Hypnose direkt mit dem Unterbewusstsein und mit dem Gefühl kommuniziert und der Verstand mit seinen gefühlshemmenden Eigenschaften und Erklärungstheorien nicht angesprochen wird. Dies ist mit vielen klassischen Therapiemethoden im Wachzustand so nicht erreichbar. Zusammenhänge und Ursprünge eigener seelischer Verletzungen werden im erweiterten Bewusstseinszustand in ihrer Komplexität und Tiefe deutlich und die belastenden Themen und Gefühle lassen sich tiefgehend verarbeiten. Dadurch verändern sich auch die hinderlichen Gedanken- und Verhaltensmuster.

Die Hypnose ist sehr individuell auf den jeweiligen Klienten abgestimmt, weil jeder Klient seine persönliche Geschichte mitbringt. Näheres dazu lesen Sie unter dem jeweiligen Therapieangebot.
Weitere Informationen zur Hypnosetherapie finden sich in den unten stehenden FAQ.
Zum Ablauf der Therapie sowie der Hypnosesitzungen auch unter Wissenswertes.

Welche Arten von Hypnose gibt es in der Therapie und wie wenden Sie Hypnose in Ihrer Praxis an?

Im psychotherapeutischen Bereich gibt es verschiedene Möglichkeiten Hypnose anzuwenden. Als längst überholt gilt der direktive Ansatz, bei dem der Hypnosetherapeut gewünschte Änderungen suggeriert und dementsprechend versucht, den Klienten in eine bestimme Richtung zu bewegen. Diese Art der Hypnose ist in der Therapie in den meisten Fällen erfolglos und wird in meiner Praxis nicht angewandt. Viele Suggestionen sind bei der reinen Suggestionshypnose im psychotherapeutischen Bereich für den Klienten nicht umsetzbar und somit frustrierend, weil Symptome nicht von außen „weghypnotisiert“ werden können. Veränderungen können nur aus dem Inneren jedes Menschen selbst kommen und bei diesem Prozess spielen die persönlichen Erfahrungen, die individuelle Wahrnehmung und die eigenen Interpretationen des Klienten die Hauptrolle.

In meiner Praxis behandele ich die zugrundeliegende Thematik für die Probleme, nicht die Symptome. Das bedeutet, dass mein Ansatz der Hypnose meinen Klienten die Möglichkeit bietet, sich in einem geschützten Raum an das zu erinnern, was sie während der individuell belastenden Lebensereignisse wahrgenommen haben und wie sie diese Erlebnisse damals konkret interpretiert haben. Die Wahrnehmung ist insbesondere durch aufsteigende Gefühle wie Ärger, Wut, Enttäuschung, Trauer, Angst, Schuld oder Scham gekennzeichnet, die zum damaligen Zeitpunkt im Leben des Klienten keinen Raum fanden. In diesem Moment werden keine Suggestionen eingesetzt, sondern der Fokus liegt auf dem Erleben, der Interpretation und der Würdigung der Gefühle. Jeder Klient hat dabei die volle Kontrolle über den Therapieverlauf und über die therapeutische Beziehung. Belastende, verdrängte oder abgespaltene Erfahrungen und Gefühle können daraufhin behutsam und respektvoll verarbeitet und wieder integriert werden. Wichtige, nicht gemachte Lebenserfahrungen werden dann mithilfe von Suggestionen nachgeholt. Die Suggestionen kommen aus dem Erleben des Klienten, d.h. der Klient ist selbst der Initiator. Als Therapeutin begleite ich diesen Prozess und navigiere an den Stellen, an denen es notwendig ist und kann entsprechend sinnvolle Suggestionsangebote unterbreiten. Dies geschieht durch einen Dialog zwischen dem Klienten und mir während der Hypnose. Für die bestehenden Probleme des Klienten können daraus angemessene Lösungen resultieren, die im Alltag spürbar und umsetzbar sind.

Was genau passiert bei der Hypnose?

Hypnose bezeichnet einen Zustand (Trance), bei dem die Aktivität im Gehirn, die für das Fühlen zuständig ist, sehr stark aktiviert ist, während sich die Aktivität in anderen Bereichen des Gehirns stark verringert. Dadurch können im Unterbewusstsein vorhandene negative Gefühle gezielt zugänglich gemacht und in aller Klarheit wahrgenommen und gespürt werden, um sie nachhaltig zu verarbeiten. Das geschieht in der Hypnose, ohne dass die kognitive Ebene des Verstandes mit seinen Rationalisierungen die Gefühle hemmt und die Gefühle dadurch blockiert. Auch das Rationalisieren von negativen Gefühlen kann eine Abwehrstrategie für die Hemmung negativer Gefühle sein. Die Hypnose an sich ist ein sehr angenehmer Zustand.

Bekomme ich während der Hypnose alles mit?

Ja. Während der Hypnose sind Sie wach und klar. Wir werden auch, während Sie im Zustand der Hypnose sind, miteinander sprechen. Sie bekommen alles mit und können sich danach an alles erinnern. Manchmal gibt es eine so genannte partielle Amnesie, in der Ausschnitte aus der Hypnose nicht erinnert werden. Das kann passieren, wenn die Hypnose sehr tief ist. Allerdings hat das keine negativen Auswirkungen auf das Resultat einer professionell durchgeführten Hypnose, weil für die Behandlung primär entscheidend ist, dass sich das belastende Gefühl verändert.

Ich wurde schon einmal hypnotisiert, aber das hat bei mir nicht funktioniert. Bin ich nicht hypnotisierbar?

Dass eine Hypnose nicht klappt, kann verschiedene Ursachen haben. In der Regel ist jeder Mensch hypnotisierbar, weil jede Person die naturgegebene Fähigkeit besitzt, in einen Trancezustand zu gehen. Der Trancezustand stellt sich auf natürliche Weise auch in unserem Alltag ein. Immer dann, wenn wir uns einer Sache intensiv zuwenden, den Fokus darauf legen und alles andere ausblenden.
Wenn eine Hypnose nicht funktioniert, kann es zum einen sein, dass nicht genügend Vertrauen in den Hypnosetherapeuten/Hypnotiseur bestand. Sich in die Hypnose begleiten zu lassen, hat ein Stück weit damit zu tun, sich darauf einzulassen, was ein gutes Vertrauensverhältnis voraussetzt.

Zum anderen kann es sein, dass in der Hypnose zu direktiv oder nach einem Schema F gearbeitet wurde, das innerlich vom Klienten nicht bejaht wurde. Unsere Psyche verfügt über einen gesunden Selbstschutzmechanismus und es wird nur das umgesetzt, was für den Klienten innerlich als passend und treffend für sein Anliegen wahrgenommen wird.

Darüber hinaus ist es möglich, dass der Hypnosetherapeut/Hypnotiseur nicht mit dem Sinneskanal gearbeitet hat, den der Klient primär nutzt. Manche Menschen können beispielsweise keine inneren Bilder erzeugen. Regt der Hypnotiseur/Hypnosetherapeut nun dazu an, sich etwas vor dem inneren Auge bildhaft vorzustellen, kann dies von dem Klienten nicht umgesetzt werden. Dadurch hat der Klient den Eindruck, er sei nicht hypnotisierbar. Dass bestimmte Suggestionen nicht umgesetzt werden, sagt nichts über die Hypnosefähigkeit eines Menschen aus, sondern nur darüber, dass in der Hypnose Techniken genutzt werden müssen, die individuell auf den Klienten abgestimmt sein müssen.

Ist es nicht besser, die verdrängten Gefühle, Gedanken und Erlebnisse im Unterbewusstsein zu belassen?

Nein. Zum Zeitpunkt der auslösenden Erfahrung war die Verdrängung des Gefühls ein sinnvoller Schutz und notwendig. Wenn daraufhin keine für die Person angemessene Verarbeitung stattfindet, kreisen verdrängte Gefühle, Gedanken und Erlebnisse im Unterbewusstsein und richten von dort aus erheblichen Schaden an. Aus ihnen resultieren belastende und krank machende Gefühls- und Gedankenmuster. Die meisten seelischen Belastungen, Erkrankungen und viele körperliche Leiden sind auf aufgestaute und verdrängte Gefühle zurückzuführen. Die verborgenen Emotionen führen zu Konflikten in zwischenmenschlichen Beziehungen im Berufs- und Privatleben und immer wiederkehrenden gleichen oder ähnlichen Problemen auf verschiedenen Ebenen.
Sie hindern den Menschen daran, ein freies, zufriedenes und seelisch gesundes Leben zu führen. Eigene Ressourcen, Fähigkeiten und Talente können nicht so genutzt werden, wie es dem Menschen eigentlich möglich wäre, und Handlungsabläufe werden unbewusst immer wieder selbst sabotiert.

Was passiert, wenn sehr heftige Gefühle hochkommen?

In der Hypnose kann es sein, dass sehr heftige Gefühle zum Vorschein kommen, da die Ebene des Verstandes mit seinen gefühlshemmenden Eigenschaften gemindert ist und tief sitzende seelische Verletzungen und Kränkungen an die Oberfläche kommen. Verdrängte und aufgestaute Gefühle erhalten durch die Hypnose ein Ventil und werden in nicht seltenen Fällen in der Hypnosesitzung zum ersten Mal ausgelebt. Dabei wechseln sich oft verschiedene Gefühle, wie Trauer, Wut, Schuld oder Scham, in zum Teil rascher Abfolge ab. Das kann und darf emotional geladen sein. Dieses Phänomen nennt sich in der Hypnosetherapie „Abreaktion“, die sich in der Regel durch Weinen, aber auch durch Anspannen oder andere stark präsente Körpergefühle zeigt. Währenddessen sind Sie in professioneller und wohlwollender Begleitung. Jede Abreaktion ist in der Therapie ein Durchbruch und wird wertgeschätzt. Ich empfehle daher, alle Gefühle da sein zu lassen und ihnen so viel Raum wie nötig zu geben. Denn erst nach der sogenannten Abreaktion in Hypnose ist der Weg offen für Klarheit und eine der Situation. Als Therapeutin navigiere ich an den Stellen, an denen es sinnvoll und nötig ist. Meine Haltung ist dabei „Don´t push the river, it flows by itself“ („Dränge den Fluss nicht, er fließt von selbst“). Es treten nur die Gefühle auf, für die Sie zum jetzigen Zeitpunkt ihres persönlichen Entwicklungsprozesses auch bereit sind.
Die meisten Klienten fühlen sich insbesondere nach intensiven Abreaktionen sehr gelöst und befreit, als wäre eine schwere Last von ihnen genommen.

Kann es nicht überfordernd sein, wenn ich meinen negativen Gefühlen in der Hypnose begegne, ohne dass der Verstand sie hemmt?

Nein. In der Hypnose tauchen nur die Gefühle und Zusammenhänge auf, für die Sie in ihrem jetzigen Entwicklungsprozess auch bereit sind. Bei jeder Hypnose kommt nur das an die Oberfläche, was jetzt dran ist und womit Ihre Psyche in der Lage ist umzugehen. Darüber hinaus sind Sie mit ihren Gefühlen und Erfahrungen in professioneller und wohlwollender Begleitung. Sobald ein Gefühl in der Hypnose zu heftig ist, wird der Verstand automatisch wieder aktiver und die Hypnose verflacht sich. Sie können auch jederzeit selbst aus der Hypnose herausgehen. Darüber hinaus navigiere ich behutsam an Stellen, an denen die nächsten Schritte und Lösungen aus Ihrem Unterbewusstsein nicht von allein auftauchen.

Kann ich die unschönen Gefühle in der Hypnose umgehen und trotzdem zur Lösung meines Problems gelangen?

Das ist meiner Ansicht nach nicht möglich, weil eine Änderung im Gefühl und im Verhalten damit zusammenhängt, dass seelische Verletzungen nachhaltig verarbeitet werden. Das impliziert, dass der Klient die Gefühle noch einmal fühlt und abreagiert, in den lebensgeschichtlichen Zusammenhang bringt und integriert. Sie werden in Ihrem Gefühl gesehen, verstanden und gewürdigt. Dadurch geschieht Aufarbeitung und Abschluss der Thematik. Das Umgehen des Gefühls ist Teil der Problematik, und der Wunsch des Ausklammerns des Gefühls resultiert aus der Abwehr gegen das ungute Gefühl. Die Auseinandersetzung mit den negativen Gefühlen erfordert Mut und die Bereitschaft zur Veränderung. Bei jedem Klienten hat sich dies bewährt und zu positiven Resultaten geführt.

Kann ich mit der Hypnose negative Erfahrungen aus meinem Inneren löschen?

Diese Formulierung würde ich so nicht bejahen. In der Hypnose ergeben sich durch die Verarbeitung negativer Gefühle und Gedanken Perspektivenwechsel und ein tieferes Verständnis der seelischen Verletzungen und Kränkungen. Die negativen Erfahrungen können dadurch anders bewertet werden. Der Blick in die Vergangenheit ist dann nicht mehr geprägt von Schmerz, Angst, Trauer oder Groll. Diese Gefühle lösen und verändern sich. Dadurch kommen alte Erfahrungen zur Ruhe und können für sich friedlich abgeschlossen werden. Die eigene Geschichte bleibt die eigene Geschichte, aber der Blick darauf ist emotional nicht mehr geladen, versöhnlicher und geprägt von einem Verständnis der Situation.

Sind alle meine negativen Gefühls- und Gedankenmuster nach der Hypnose aufgelöst?

In der Hypnose taucht das auf, was in Ihrem jetzigen seelischen Entwicklungsprozess dran ist und wozu Sie momentan bereit sind. Wenn alle unsere negativen Gefühle auf einmal an die Oberfläche kommen würden, würde unser System wie der Draht einer Glühbirne „durchschmurgeln“.
In meiner Praxis erlebe ich oft, dass sich in nur wenigen Hypnosesitzungen sehr viele verschiedene negative Gefühls- und Gedankenmuster lösen. Das ist von Klient zu Klient unterschiedlich und kommt auch auf die Thematik und das Erlebte an. Jeder Mensch fährt in seinem eigenen Tempo, weil jede Person ihren eigenen individuellen und für ihn genau richtigen Prozess durchläuft. In jeder Sitzung werden negative Gefühle Schicht für Schicht abgearbeitet. Daher hat jede Sitzung ihren Mehrwert, der sich in der Regel rasch im Alltag zeigt. Durch die Verarbeitung negativer Gefühle verändern sich auch entsprechende Gedankenmuster. Dadurch ist Veränderung und Entwicklung schon nach wenigen Hypnosesitzungen in verschiedenen Lebensbereichen spürbar und sichtbar.

Warum kann die Hypnose so schnelle Ergebnisse erzielen? Ich war vor der Hypnosetherapie schon einmal in Therapie, die mir gute Erkenntnisse gebracht hat, aber das Gefühl hat sich nicht gelöst.

Die Erkenntnis bzw. Bewusstmachung der eigenen Baustellen ist ein erster Schritt. Die Bewusstmachung von negativen Gefühlen und auch das Wissen darüber, woher die belastenden Gefühle stammen könnten, führen aber allein nicht zur Veränderung und Verarbeitung des Gefühls. Weil die meisten Therapieverfahren im sogenannten Wachzustand stattfinden, werden Gefühle vom Verstand gehemmt und Erlebnisse und Ereignisse rationalisiert. Dadurch werden negative Gefühle nicht tiefgehend und nachhaltig verarbeitet, auch wenn beispielsweise während einer Gesprächstherapie die Tränen aufsteigen oder alleine viel geweint wird. Zur Verarbeitung ist es nötig, die belastenden Gefühle ohne die hemmenden Mechanismen des Verstandes da sein zu lassen, ihnen einen geschützten Raum zu geben, sie abzureagieren und zu fragen, was es eigentlich gebraucht hätte.
Das ist mit der Hypnosetherapie möglich, weil Hypnose direkt mit dem Unterbewusstsein arbeitet, in dem alle unsere Gefühle, Erfahrungen und Gedanken abgespeichert sind. In der Hypnose zeigen sich die Ursprünge und Zusammenhänge belastender Gefühle und zwar oft ganz anders, als vom Verstand angenommen. Oft tauchen Erfahrungen auf, die der Verstand als längst abgeschlossen angesehen hat. Hypnosetherapie birgt damit die Wahrhaftigkeit der Problematik, die zu einem tiefen Verständnis und zu nachhaltiger Verarbeitung der Gefühle führt.

Ich hatte das Thema schon öfter am Wickel, warum sollte ich mich in der Hypnose noch einmal damit auseinander setzen?

Dass ein Thema noch einmal auftaucht, kann verschiedene Gründe haben.
Zunächst einmal ist hier wichtig zu wissen, dass wir in Entwicklungsprozessen manchmal das Gefühl haben, es hätte sich jetzt doch nichts verändert, tatsächlich sind wir aber gerade dabei zu wachsen. Wenn Sie eine Sportart trainieren oder ein Instrument lernen und plötzlich das Gefühl haben, Sie würden sich verschlechtern, anstatt zu verbessern, und prompt merken Sie nach ein paar Wochen, dass sich Ihre Fähigkeiten weiterentwickelt haben.
Wenn ein Thema noch einmal auftaucht, sagt der Verstand oft „Das hatte ich schon am Wickel. Das Thema ist durch.“ Tatsächlich kann uns unser Unterbewusstsein aber signalisieren, dass wir jetzt bereit sind, weitere hinderliche Gefühlsschichten in Bezug auf die Thematik abzutragen, zu klären und uns noch weiter zu entwickeln. Es geht in immer feinere, immer tiefere Schichten des Bewusstseins und der Wahrnehmung. Ein Thema nach einer Weile noch einmal anzugehen, wenn Sie Anzeichen dafür erkennen, hat sich in Bezug auf die eigene Weiterentwicklung bisher immer bewährt.

Wie unterscheidet sich die Trance in Hypnosetherapie von anderen Trancen wie bei der Meditation oder Yoga Nitra?

Der erweiterte Bewusstseinszustand (Trance) ist zwar der gleiche, aber in der psychotherapeutischen Variante gehen wir andere Wege als in der Meditation, beim Yoga Nitra oder bei Entspannungstechniken. Diese Formen der Trancearbeit sind ein fantastisches Mittel um positive Gefühle zu suggerieren oder auch wie aus dem Nichts heraus wohlig warme Gefühle und Bilder zu erhalten. Sie sind eben ein wirkliches gutes Mittel zur Entspannung und inneren Einkehr. Leider reicht die Suggestion und Erfahrung der Ruhe und Entspannung nicht aus, um die negativen Gefühle zu verarbeiten und zu lösen. Diese sitzen weiterhin fest, auch wenn Körper und Geist sich phasenweise entspannen.
In der psychotherapeutischen Variante geht es daher darum, bewusst keine Entspannung zu fokussieren, sondern die negativen Gefühle tiefgehend aufzuspüren und zu verarbeiten. In der Regel fühlen sich Klienten nach der therapeutischen Hypnose emotional erleichtert und spüren, dass Körper & Geist ganze Arbeit geleistet haben.