Kognitive Verhaltenstherapie – Arbeit auf der Verstandesebene

Die Situation an sich macht gar nichts. Es sind unsere bewertenden Gedanken, die einem Ereignis Bedeutung geben. Damit Sie hinderliche Gedankenmuster und Glaubenssätze in Ihrem Alltag selbst erkennen und ihnen direkt entgegenwirken können, kombiniere ich die Hypnose mit Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die Frage lautet hier: Was läuft im Kopf konkret ab, wenn wir auf eine Situation mit emotionaler Ladung in Form von Angst, Trauer, Niedergeschlagenheit, Ärger, Scham oder Schuld reagieren? So manche Problemlösungsstrategien, die wir zur Bewältigung unserer Probleme nutzen, halten die Konflikte eher aufrecht, als dass sie zu deren Lösung beitragen. Ein Grund dafür ist, dass unsere Gedanken neben unbewussten negativen Gefühlen limitiert sind von hinderlichen

  • Haltungen
  • Regeln
  • Werten
  • Anforderungen
  • Überzeugungen
  • Bildern
  • Bedeutungen
  • Prägungen

Infolgedessen bewerten wir die Welt, andere Menschen, persönliche Erfahrungen, die eigene Geschichte sowie die Zukunft und uns selbst verzerrt.
In den Sitzungen schauen Sie sich belastende Situationen aus Ihrem Alltag und die damit verbundenen Gedanken und daraus resultierenden Verhaltensweisen konkret an.

Zwei Beispiele zur Verhaltensanalyse

Beispiel Uta

Alltagsituation:
Uta hat einen Mann kennen gelernt und ihm ihre Nummer gegeben, aber er meldet sich nicht.

Ihre Gedanken:
Wenn er wollte, würde er sich melden, aber er will nicht. Das ist ein Spiel und er hat die besseren Karten. Er hält mich für unattraktiv und hat mir sein Interesse nur vorgespielt. Wenn man jemanden mag, dann meldet man sich sofort.

Ihre Gefühle:
Sie fühlt sich traurig, abgewertet, unwichtig und nicht gemocht. Sie bekommt Magenschmerzen.

Ihre daraus resultierende Verhaltensweise:
Uta meidet zukünftig den Kontakt zu anderen Männern und gibt ihre Nummer an keinen Mann mehr heraus mit der Konsequenz, dass sie jede Chance auf eine erfüllende Liebesbeziehung selbst sabotiert.

Beispiel Tobias

Alltagsituation:
Ein Vorgesetzter macht seine Mitarbeiter runter und behandelt auch Tobias immer wieder in herablassender Art und Weise.

Seine Gedanken:
Ein Vorgesetzter hat sich kooperativ und fair zu verhalten. Was bildet der sich ein? Das ist eine Frechheit!

Seine Gefühle:
Er fühlt sich verärgert und wütend. Er spürt einen Knoten im Hals.

Seine darauf folgende Verhaltensweise:
Er geht in Kämpfe mit dem Vorgesetzten. Er widersetzt sich Anweisungen, gerät in Streitgespräche und redet vor anderen Kollegen schlecht über den Vorgesetzten mit der Konsequenz, dass sich die Lage am Arbeitsplatz immer mehr verschlechtert.

Beide Beispiele zeigen, dass die Bewältigungsstrategien wenig zielführend für die Lösung der Probleme sind. In der Praxis stellt sich in beiden klassischen Fällen oft heraus, dass sich hinter den Gedanken und Verhaltensweisen eigentlich eine Selbstwertproblematik verbirgt, die mit Abwehrstrategien bekannter Erfahrungen von Ablehnung und Abwertung einhergeht.

In der Hypnose klären Sie die Hauptursachen hinderlicher Gedanken, wodurch sich die damit einhergehenden Gefühle und sabotierenden Verhaltensmuster in der Regel schon gut lösen. In Kombination mit Techniken der Verhaltenstherapie bekommen Sie Werkzeuge an die Hand, um zukünftig ungesunde Denk- und Verhaltensmuster selbst schnell zu erkennen. Dadurch können Sie in Alltagssituationen souveräner, gelassener und authentischer reagieren und entsprechend konstruktiv handeln.