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Was unterstützt den therapeutischen Prozess? 5 begleitende Anregungen

Hilfsmittel im Therapieprozess | Hypnosetherapie Hamburg

In den Hypnosesitzungen öffnet sich ein inneres Ventil, auf dem über einen längeren Zeitraum meist viel Druck saß. Sobald der Verschluss offen ist, kann die damit verbundene emotionale Ladung ungehindert herausströmen. Wenn negative Gefühle gespürt werden dürfen, die Vielschichtigkeit des Erlebten erkennbar wird und das nachgeholt werden kann, was eigentlich gebraucht wurde, dann ist das für den Menschen erleichternd und heilsam. Gleichzeitig kann der therapeutische Prozess auch anstrengend sein. Die folgenden 5 Anregungen dienen als unterstützende Empfehlungen.

Es gibt nachgewiesene effektive Möglichkeiten, die therapeutische Prozesse erleichtern, unterstützen oder weiter anregen. Folgende Beispiele können auch nach Beendigung der Therapie prophylaktisch im Alltag umgesetzt werden.

In der Natur sein

Spazieren gehen, Laufen, Wandern, Klettern, Gärtnern: Bewegung in der Natur macht den Kopf frei. Natur ist gut fürs Gemüt, auch wenn wir einfach nur in der Sonne sitzen oder den Blick ins Grüne genießen. In der Natur sein, das beinhaltet für die meisten Menschen eine Aufladung mit neuer Energie. Natur kann Kraft und Halt geben und hat einen heilenden Effekt. Auch wissenschaftliche Untersuchungen haben erwiesen, dass sich Menschen in echter Natur wohler fühlen.

Viele Menschen sehen sich darüber hinaus immer mehr zu einer „natürlichen“ Lebensweise hingezogen. Sie spüren das Bedürfnis, sich mehr an der Natur zu orientieren und wieder in Einklang mit ihr zu kommen.
Ein erster Schritt dorthin kann bedeuten, sich nach und nach einen Alltag zu schaffen, der Raum dafür lässt, sich von unnötigem und vermeidbarem Lärm, Hektik und (emotionalem) Müll abzugrenzen, um die eigenen Batterien stetig wieder aufzuladen. Wie das im Detail zu erreichen ist, kann wiederum Bestandteil einer Beratung oder Therapie sein.

Schöpferische und kreative Fähigkeiten ausleben

Jede Tätigkeit, in der wir uns schöpferisch und kreativ ausdrücken – wie zum Beispiel Malen, Musizieren, Theater spielen, Schreiben, Handarbeit oder Handwerken – hat einen positiven Effekt auf unser Wohlbefinden.

Wenn wir uns intensiv einer Sache widmen und ganz in sie eintauchen, stellt sich eine so genannte Alltagstrance ein. In diesem erweiterten Bewusstseinszustand ist unser Parasympathikus aktiv. Eine Hirnregion, die dafür zuständig ist, dass wir in die Ruhe finden und von äußeren Einflüssen abschalten. Dadurch erfahren wir meditative Gefühle innerer Befriedigung und Freude. Unsere Phantasie wird aktiviert, Kreativität stellt sich ein und erweitert unseren Ideenreichtum.

Führen wir kreative Tätigkeiten aus, erleben wir Selbstwirksamkeit, die wiederum das Selbstbewusstsein stärkt. Diese positiven Gefühle wirken insgesamt präventiv gegen depressive, ängstliche Gefühle und Stress und beugen damit emotionalen Tiefs vor.

An dieser Stelle sei das Schreiben noch einmal konkret hervorgehoben, weil es unterbewusste Themen ins Bewusstsein bringen kann. Viele Klienten berichten davon, dass es ihnen nach den Sitzungen zusätzlich geholfen habe, sich einige Dinge noch einmal „von der Seele“ zu schreiben. Das kann in Form von Geschichten, Gedichten oder eines Tagebuches sein.

Ernährung

Wir können unsere emotionale Stimmung auch durch die Nahrungsmittel beeinflussen, die wir zu uns nehmen. Viele Menschen neigen gerade in herausfordernden Phasen dazu, sich schlechter zu ernähren. Ein Hauptgrund: In stressigeren Lebensphasen benötigt unser Körper mehr Energie.

Und so ist es für uns erst einmal leicht und schnell, sich diese in Form von beispielsweise würzigem Fastfood, Süßigkeiten oder salzigen Knabbereien zuzuführen. Während wir uns von einigen Tassen Kaffee am Tag den Energiekick wünschen, erhoffen  wir uns von vermehrtem Alkoholkonsum Gefühle von Entspannung, Belohnung und Ausgeglichenheit.

Der Nachteil daran ist jedoch, dass diese Energie schnell verpufft und uns in der Realität noch mehr aus der Balance bringt. Denn eine falsche Ernährung wirkt sich bereits nach kurzer Zeit negativ auf das Gewicht, psychische Wohlbefinden und auf die Gesundheit aus.

Für die meisten Klienten ist dahingegen bereits nach kurzer Zeit spürbar, dass sie mithilfe simpler Ernährungsänderungen wieder mehr und nachhaltiger an Kraft gewinnen und sich körperlich unbeschwerter und insgesamt wohler fühlen. Mehr dazu unter Bewusst essen – Wie wir unser intuitives Essverhalten und Körperbewusstsein zurückerhalten.

Yoga & Meditation

Der Begriff „Yoga“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „sich (neu) verbinden“. Die Intention, mit Yoga zu beginnen, ist meist unterschiedlicher Natur. Während die einen Yoga als Fitness-Workout nutzen, finden die anderen in der Jahrtausende alten Philosophie den Weg hin zu einer spirituellen Praxis und natürlichen Lebensweise.

Beide Intentionen erfüllen für Yogapraktizierende ihren Zweck. Denn die in den unterschiedlichen Yogarichtungen enthaltenen Körper-, Atem- und Entspannungsübungen (Asanas, Pranayama und Shavasana) wirken bei regelmäßiger Praxis nachweislich positiv auf Körper, Geist und Seele. Wenngleich die genannten Übungen im Yoga nur ein kleiner Teil eines sehr breitgefächerten Wissens- und Erfahrungsgebietes sind.

Alle Übungen sollten ohne Leistungsdruck oder Zwang ausgeübt werden. Denn dann kann Yoga individuelle Wege aufzeigen, um zu innerem Frieden und Verbundenheit zu gelangen. Yoga ist immer eine persönliche Reise vom Außen in da Innere und bleibt gleichzeitig universell verankert. Und auch hier handelt es sich wiederum um einen Prozess, bei dem der Weg das Ziel ist.

Nicht nur im Yoga finden wir unterschiedliche Meditationsformen, die dazu dienen, den Geist zu schulen und den „Affenzirkus“ in unserem Kopf in den Hintergrund rücken zu lassen. Auch hierbei ist es empfehlenswert, für sich selbst einen typgerechten Meditationsweg zu finden.

Denn während einige Menschen die Meditation als Übung zur Konzentration, Fokussierung und Entspannung nutzen, eröffnet sie für andere spirituelle Dimensionen. Insgesamt dient Meditation dem Menschen dazu, zu einem ruhigeren Geist und mehr Selbsterkenntnis bis hin zu tiefen Erfahrungen über das menschliche Sein zu gelangen.

Entrümpeln & Ausmisten

Viele Klienten erleben während ihres therapeutischen Prozesses ein starkes Bedürfnis, die Wohnung zu entrümpeln und sich von materiellen Altlasten zu befreien. Zum Beispiel von ungeliebten Erbstücken oder allerlei Gegenständen, mit denen nicht mehr passende Gefühle und Erinnerungen verbunden sind. Das können Möbel, Schuhe, Kleidungsstücke, Papierkram, unnötige Vorräte, aber auch alte oder überladene Deko sein.

Der Effekt des Ausmistens hat nicht nur eine befreiende Wirkung, sondern ist darüber hinaus sehr praktisch. Die meisten Menschen berichten von der positiven Veränderung, dass ein Weniger in Haus oder Wohnung, das aufgeräumt, in Stand gehalten und geputzt werden muss, mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben lässt.

In den meisten Fällen führt ein therapeutischer Prozess darüber hinaus zu einer Neudefinition verschiedener persönlicher Beziehungen. Und so kann im Zuge intensiver innerer Aufräumarbeiten auch das Bedürfnis nach Kehrtwenden und einer Neuausrichtung bestehen, das sich auf Freundschaften und familiäre Beziehungen, die Partnerwahl oder das Arbeitsleben bezieht.

In einigen Fällen ist dies für Klienten in der Tat nötig. Beispielsweise wenn seelische Leiden unmittelbar mit besonders destruktiven, stark einschränkenden oder gewalttätigen zwischenmenschlichen Beziehungen in Verbindung stehen. Ein klarer Cut, eine vorläufige oder endgültige Trennung können dann einen wichtigen Abschluss mit bisher unabgeschlossenen Lebensthemen darstellen.

Beim „Ausmisten des Umfeldes“ ist es jedoch empfehlenswert, bedacht und überlegt zu handeln. Das heißt, längere Zeit zu beobachten und eine möglichst sanfte Lösung für alle Beteiligten zu finden, um so wenig verbrannte Erde wie möglich zu hinterlassen.

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